Die Dresdner Frauenkirche hieß ursprünglich “Kirche Unserer Lieben Frau”, dieser Name bezieht sich auf die heilige Maria. Der Bau evangelisch-lutherischen Kirche des Barocks wurde 1743 abgeschlossen und ist heute der prägende Monumentalbau des Dresdner Neumarkts.

 

Am Ende des 2. Weltkrieges wurde sie während der Luftangriffe auf Dresden in der Nacht vom 13. zum 14. Februar 1945 durch einen Feuersturm stark beschädigt und stürzte am darauffolgenden Morgen komplett ausgebrannt in sich zusammen. Daraufhin entstand die DDR, zu der auch Dresden gehörte. Jedoch wurde diese Kirchenruine nicht wie viele andere abgerissen, sondern wurde als Mahnmal gegen Krieg und Zerstörung stehen gelassen. DIe Kirche wurde dank des damaligen Ladeskurators Hans Nadler untersucht, daraufhin wurde 1947 der Altar gesichert und zugemauert, damit er nicht der Witterung ausgesetzt wäre. Des Weiteren wurden 850 Steine zur Salzgasse transportiert und eingelagert. Es wurde einige Male versucht, die Ruine abzureißen und zu ersetzen, wie z.B. 1962 für einen Parkplatz. Doch aufgrund Proteste der Dresdner Bevölkerung konnte keiner dieser Vorhaben umgesetzt werden und so blieb die ehemalige Kirche über 40 Jahre lang ein Mahnmal.

Die Ruine der Dresdner Frauenkirche

Nach der Wende wurde sie durch Fördervereine und Spendern aus aller Welt, darunter den US-amerikanischen “Friends of Dresden” zwischen 1994 und 2005 wieder aufgebaut. Zuvor schickte Günter Voigt einen Offenen Brief an den Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens Johannes Hempel, mit der Bitte, den Wiederaufbau zu überdenken. Es bildete sich eine Gruppe gleichgesinnter Dresdner Einwohner und eine Gruppe bildete sich. So entstand der “Ruf aus Dresden”, welcher der Pfarrer Karl-Ludwig Hoch formulierte. Dieser richtete sich an die ganze Welt und wurde 1990 veröffentlicht. Daraus wurde die Idee des Wiederaufbaus immer genauer definiert und aus den Folgewirkungen des Aufrufs entstand die “Gesellschaft zur Förderung des Wiederaufbaus der Frauenkirche in Deutschland e.V.”, welche den letzten Anstoß zum Wiederaufbau leistete und Spenden sammelte. 1991 wurde die “Stiftung für den Wiederaufbau Frauenkirche” ins Leben gerufen, die den gesamten Wiederaufbau leitete.Dabei versuchte man die gleichen Materialien zu verwenden, die man auch beim Bau des ehemaligen Domes verwendet hat.

Im Umfeld der Frauenkirche entsteht seitdem auf Initiative der “Gesellschaft historischer Neumarkt Dresden” (GHND) der Neumarkt wieder, mit mehreren Rekonstruktionen von Bürgerhäusern.

Wenn man in Dresden ist und die Frauenkirche besucht, sollte man die Möglichkeit zum Aufstieg in die Kuppel und Aussichtsplattform nutzen. Dieser ist zwar kostenpflichtig, doch ist man erstmal auf der 67 Meter hoch gelegenen Aussichtsplattform, bietet sich einem ein einzigartiger Blick über Dresden und Umgebung. Nach oben gelangt man per Aufzug, der die Besucher auf 24m bring, daraufhin müssen sich die Besucher der Dresdner Frauenkirche ins Zeug legen, und den Rest des Weg teils über eine Wendeltreppe, teils über steile Leitertreppen bewältigen.

Preise

Erwachsene: 8 € | Ermäßigte: 5 € | Familien: 20 €

Dresden Cards: 6 € | Schülergruppen: 2 € p. P.

Anfahrt

Die nächstgelegenen Haltestellen sind der Altmarkt, erreichbar mit den Straßenbahnlinien 1,2 und 4 und der Pirnaische Platz mit den Straßenbahnlinien 1, 2, 3, 4, 7, 12 und den Buslinien 62 und 75.