Die historische Speicherstadt 

Der Bau der Speicherstadt begann 1883, mit dem Ziel, mehr Speicherkapazität zu ermöglichen. Bevor jedoch mit dem Bau begonnen werden konnte, mussten ca. 24.000 Menschen ihre Wohnungen verlassen, da etwa 1100 Häuser abgerissen werden mussten um Platz für die Lager zu schaffen. Die reichen Familien, deren Häuser abgerissen werden mussten, bauten eine neue Residenz an der Alster und Elbe, die ärmeren sollten in die Arbeiterquartiere umziehen. Der erste Bauabschnitt wurde 1888 von Kaiser Wilhelm II. eingeweiht, jedoch war der Bau noch nicht beendet, da noch weitere Bauabschnitte geplant waren. Erst 1927 wurde die Speicherstadt fertiggestellt, da der Bau von dem ersten Weltkrieg unterbrochen wurde. Im Laufe des 2. Weltkrieges wurde ein Teil der Speicherstadt zerstört, der Wiederaufbau wurde erst viele Jahre nach dem Ende des 2. Weltkriegs, 1967, fertiggestellt. Genutzt wurde die Hamburger Speicherstadt nicht nur als Lager – Die Quartiersleute hatten meist eine gute Sachkenntnis über bestimmte Güter wie Tee und Kaffee. Die importierten Güter wurden oftmals in der Speicherstadt verkostet, Mischungen wurden fertig konfektioniert, zudem die Überprüfung der Qualität und Versand der Waren.

2003 endete dann die Ära des Freihafens, da durch die Zunahme des Containerumschlags und automatisierter Verwaltungssysteme die Erfassung der Ware an jedem Ort möglich ist. Doch auch wenn die Speicherstadt nicht mehr als Lager dient, hat sie einen anderen Zweck: Sie beherbergt viele Sehenswürdigkeiten, so etwa das Miniatur Wunderland, das Speicherstadtmuseum, in der man sich über die Geschichte der Stadt informieren kann, das Hamburg Dungeon, Deutsche Zollmuseum, welches die Geschichte des Zolls und Schmuggels beinhaltet, das Internationale Maritime Museum, welche Unmengen an Schiffsmodellen und Seekarten umfasst. Eine Kaffeerösterei, Barkassen, der Traditionsschiffhafen und das Wasserschloss sind weitere sehenswerte Attraktionen. Darüber hinaus ist die Speicherstadt seit 2015 das 40. deutsche UNESCO-Welterbe.

Die Landungsbrücken – Hamburgs Wasserbahnhof

Im Jahr 1839 wurden die ersten Schiffsanleger – auch Landungsbrücken genannt – gebaut. Sie dienten den Dampfschiffen als Anlegestelle, dort konnten sie neue Kohle auf das Schiff holen, welche man damals für den Antrieb benötigte. Zudem war das Feuer im Heizkessel eine mögliche Gefahr und so könnte im Falle eines Unfalls nicht so viel passieren, da das Schiff weit genug vom Hafen entfernt wäre. 1907 bis 1909 wurde die Anlage extrem vergrößert, jedoch im 2. Weltkrieg stark zerstört und 1954 wieder aufgebaut. Heute dienen die Landungsbrücken zahlreichen Booten als Abholpunkt für Touristen, die eine Hafenrundfahrt machen wollen und Katamaranen mit dem Ziel Helgoland. Zudem kann man die HADAG-Fähre 62 benutzen um auf das andere Ufer der Elbe zu gelangen.

 

Der Fischmarkt

Tausende Besucher lockt der Hamburger Fischmarkt jede Woche am Sonntag an die Elbe. Zwar muss man sehr früh aufstehen, um dabei sein zu können – doch es scheint sich zu lohnen: Alteingesessene Händler, die lautstark ihre Produkte anpreisen, Menschentrauben versammelt um einen Stand, die interessiert dem Händler zuschauen, wie er gerade einen Fisch zerlegt und Wurst die man für einen Spottpreis erstehen kann. Das und vieles mehr ist der Grund für die magnetische Anziehungswirkung des Marktes, für die der Ein oder Andere zum Frühaufsteher mutiert.

Termine:

  • Immer Sonntags
  • November-März: 07:00-09:30 Uhr
  • April-Oktober: 05:00-09:30 Uhr