Noch vor paar Jahrzehnten konnte man für Graffiti sprühen sogar im Gefängnis landen. Heute kann man dafür wohl bezahlt werden. Streetart ist in München fast überall zu sehen.
Täglich gehen wir an solchen “Kunstwerken” vorbei und bemerken es gar nicht.

Auch Künstler wie z.B. Banksy haben dieser Kunstart geholfen als wahre Kunst genommen zu werden und hat sie enorm verbreitet. Viele jugendliche lieben Graffitis und Streetart allgemein. Es regt an nachzudenken, parodiert das Alltagsleben und drückt die gedanken und gefühle von vielen jugendlichen aus. Mittlerweile werden die Street-Art-Bilder auch sehr teuer gehandelt, für ein Bild des Superstars Banksy haben Bieter bei Auktionen schon mehr als eine Million Euro bezahlt. Trotzdem gilt das Sprühen und Malen auf öffentlichen Wänden in München und allen anderen Städten immer noch als illegal. Öffentliche Einrichtungen wollen das illegale Graffiti Sprühen verhindern. 

Viele Gemeinden bieten spezielle Flächen an, wo die Sprüher ohne bestraft zu werden ihre Kunstwerke draufmalen können. Die gesetzliche Ahndung könnte bis zum Besitzverbot von entsprechenden Werkzeugen führen. Der Zentralverband der Deutschen Haus- und Grundeigentümer hat im Jahr 2005 mitgeteilt, dass sich die Entfernung unerlaubter Graffiti von Gebäuden und öffentlichen Verkehrsmitteln pro Jahr auf rund 500 Millionen Euro beziffert.
Die Deutsche Bahn hat ihre Schäden im Jahr 2012 auf 33 Millionen Euro aufgezählt, wobei es von 30.000 Taten 14.000 Graffiti-Fälle waren.

 

Style-Writing

Eine andere Form von Graffiti ist zum Beispiel Style-Writing die mittlerweile am weitesten verbreitete Form geworden ist und wird deswegen von der Allgemeinheit auch am häufigsten wahrgenommen. Beim Writing bildet die Schrift das Basiselement der Bildkomposition und die Sprayer bzw. Writer stellen an sich selbst einen künstlerischen Anspruch. Die häufigste Verbreitung des Namens bzw. des Pseudonyms eines Graffiti-Writers in Kombination mit dessen möglichst einzigartiger, innovativer und vor allem ästhetischer Gestaltung sind die zentrale Ziele, um ein Aufschwung an Ruhm zu erwerben. 

Die Ästhetik spielt dabei jedoch eine sehr wichtige Rolle. Ein Künstler der keinen guten “Style“ hat, erhält weniger Anerkennung von anderen Writer.  Weitere bekannte Writing-Künstler sind z.B. auch Loomit, DAIM, der Schweizer Dare oder der Deutsch-Franzose Darco.

Scratching

Eine weitere Form ist Scratching oder auf deutsch “Kratzen“. 

Für das Scratching werden meistens Steine, Glasscherben, Sandpapier oder Messern angewendet um in Plastikoberflächen oder die Fensterscheiben von öffentlichen Verkehrsmitteln verschiedene Beschriftungen zu kratzen.Es kam Mitte der 1990er Jahre als Reaktion auf die schnelle Reinigung von gemalten Graffiti. Die Kratz-Graffiti hinterlassen viel höhere Schadenskosten als gemaltes oder gesprühtes Graffiti, da die Entfernung der Kratzereien eine mechanische Polierung verlangt.

Etching

Andere Art von Graffiti ist Etching (auf deutsch Ätzen). Bei Etching werden die  Fensterscheiben mithilfe einer speziellen Säure bemalt. Sofern hierbei eine giftige Flusssäure zum Einsatz kommt, stellt dies neben einer Sachbeschädigung unter Umständen zusätzlich den Straftatbestand des Freisetzens von Giften dar. Die Flußsäure ist allerdings auf dem Markt nicht frei verfügbar und für den Laien kaum handhabbar, deshalb werden hierzu in der Regel gleich unbedenkliche und freiverkäufliche Mittel, wie Armour-Etch oder Etch-Bath aus den USA verwendet. Wie auch das “Scratchiti“ muß um diese Form  zu entfernen ein etwas effizienteres Reinigungsmittel verwendet werden. Auch wegen der Gefährdung von ahnungslosen Fahrgästen oder Reinigungspersonal wird Etching viel intensiver verfolgt als alle andere Formen von Graffiti.

 

Außer diesen Graffiti-Arten gibt es noch viele andere wie z.B. Pixação, Gang Graffiti, Reverse Graffiti, Moos-Graffiti usw.

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